Astro Bot – Rescue Mission

Als Sony im Jahr 2016 die Playstation VR-Brille auf den Markt brachte war ich schnell überzeugt. Virtual Reality ist der absolute Knaller! Eltern, Kids, Cousinen und Schwager, Freunde und deren Freundinnen, die sonst nichts mit Gaming am Hut haben, auch sie waren alle schnell vom VR-Virus infiziert.

Die ersten Monate fütterte Sony VR-Spieler zunächst mit Spielesammlungen wie VR Worlds oder Playroom VR, die auch wirklich beeindruckend waren. So richtige vollständige, ernst zunehmende Spiele waren aber rar gesät. 2017 folgten dann mit Resident Evil 7, Farpoint und später Skyrim VR die ersten richtigen Knaller.

All diese Spiele zeigten, das VR Videospiele auf die nächste Ebene bringen kann und das teilweise auch schon getan hat. Alle genannten Titel hatten jedoch auch eines gemeinsam: Es waren bekannte Konzepte, die um VR erweitert wurden. Resident Evil 7 kann man komplett ohne Brille spielen (natürlich weit weniger packend), Farpoint ist quasi die logische Fortführung des Sharpshooter-Controllers aus Playstation 3-Zeiten und Skyrim habe ich bereits vor sieben Jahren durchgespielt.

Was mir bishlang fehlte war ein großes, vollständiges Spiel, das nicht nur die Immersion durch VR erhöht, sondern tatsächlich exklusiv und ausschließlich in VR möglich ist und neben dem „Drin-Gefühl“ auch bestehende Gameplay-Mechaniken deutlich erweitert.

Und jetzt, 2018, ist es endlich soweit. Das putzige Maus-Abenteuer Moss im Frühjahr zeigte wohin die Reise geht und nun ist der kleine Robo-Astronaut Astro Bot da um seine  kleinen Freunde und die Virtuelle Realität gleichermaßen zu retten.

Blicken wir aber noch einmal kurz zurück nach 2016 und der erwähnten Spielesammlung Playroom VR. Unter den verschiedenen Demos stach nämlich eine besonders heraus. Robots Rescue hieß diese. Im Prinzip war Robot Rescue nicht mehr als ein JumpNRun-Level, in dem der Spieler einen kleinen Roboter von A nach B steuerte. Doch dieses kleine Ding machte mächtig Eindruck bei mir. Und offensichtlich nicht nur bei mir, denn immerhin nahm sich Sony diese Vorlage und entwickelte daraus schließlich mit Astro Bot – Rescue Mission ein vollständiges Jump N Run.

Astr Bot

Und was vor zwei Jahren schon Lust auf mehr machte, wurde hier perfektioniert. Wie eigentlich immer bei VR gilt dabei: Wer noch nie eine solche Brille auf dem Kopf hatte, kann die Faszination nicht nachvollziehen. Dieses Gefühl ist mit Worten nicht zu beschreiben. Ich versuche es dennoch und stelle zumindest für eingesessene Gamer folgende These auf: Astro Bot – Rescue Mission ist für VR-JumpNRuns das, was vor über 20 Jahren Super Mario 64 für die 3D-JumpNRuns war. Ein absolutes ‚mindblowing‘ Erlebnis, das ein ganzes Genre definiert und perfektioniert.

In Astro Bot – Rescue Mission steuert man also wieder den keinen Roboter durch lineare Level, die mit allerlei Spielereien und Ideen gespickt sind. Parallel ist aber auch der Spieler selbst mitten im Geschehen und kann bsw. Kopfnüsse verteilen um Barrieren aus dem Weg zu räumen, mit einem Wischen über den Controller ein Seil für den kleinen Helden spannen oder den Controller selbst als Schlagwerkzeug nutzen.

Dies alles ist ein ums andere mal zum Schmunzeln und macht eine Menge Spaß, darüber hinaus ist aber auch der Umgang mit der Welt und der Spielfigur an sich schlicht fantastisch. Es gilt zum Beispiel in jedem Level acht entführte Kollegen von Astro zu suchen und mit einem motivierten Tritt in den Allerwertesten zurück zu schicken. Darüber hinaus versteckt sich in jedem Abschnitt ein gut getarntes Chamäleon irgendwo.

Beide, die Echse als auch die Roboter, findet man oft nur in dem man sich aufmerksam in der Welt umschaut. Und zwar wörtlich. Da muss man sich schon einmal seitlich nach vorn beugen um in einen Abgrund zu gucken oder hinter sich unter einem Blatt nachschauen.

Das macht unglaublich viel Spaß und ist teilweise urkomisch. Doch diese VR-Features sind nur die Kirsche auf dieser Sahnetorte von JumpNRun namens Astro Bot – Rescue Mission.

Das darunter versteckte Grundgerüst des Spiels strotzt ebenfalls nur so vor Ideen. Die verschiedenen Level sind dabei wirklich abwechslungsreich, die Steuerung ist präzise und alles ist kanllbunt und liebevoll gestaltet. Zwischendurch gibt es immer gut eingebundene Physikspielereien oder die genannte Interaktion mit Brille oder Controller. Und auch die Bossgegner der fünf Welten sind spannend und abwechslungsreich.

Es ist schwer hier die Grenze zu ziehen, wo in Astro Bot – Rescue Mission der klassische Gameplay-Spaß aufhört und wo die VR-Faszination beginnt, aber das ist ja auch überhaupt nicht schlimm. Die gebotenen Puzzleteile greifen fantastisch in einander und machen Astro Bot – Rescue Mission zum spaßigsten Spiel des Jahres. So viel reine Freude am spielen hatte ich in keinem anderen Game seit Ewigkeiten.

Wer die PSVR besitzt MUSS hier zugreifen!

Astro Bot – Rescue Mission, liebe Leute, hievt ein ganzes Genre auf eine neue Ebene. Ähnlich wie bei Super Mario 64 weiß man, dass man nie mehr den Schritt zurück gehen will, wenn man Astro Bot – Rescue Mission einmal erlebt hat.

2 Kommentare zu “Astro Bot – Rescue Mission

  1. Pingback: Game of the Year 2018 – Die besten Spiele des Jahres | KIRBYTHOUGTHS

  2. Pingback: Resident Evil Revelations Collection (Resident Evil – Revelations 1 und 2) | KIRBYTHOUGTHS

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