37. Lindenseelaufserie 2018/2019 – Lauf 1 – 13.10.2018

Auch heute gibt es wieder einiges an “Namedropping”. Wer bei den ganzen Namen nicht durcheinander kommen mag, sollte sich HIER noch einmal die Gesichter zu all den Namen von Team …läuft!!!

Hello my friends, it’s been a while! Ganze drei Jahre ist es her, dass ich aktiv beim Start eines Rüsselsheimer Lindenseelaufs war. Man wird halt alt und diverse Wehwehchen zwicken und zwacken wo es nur möglich ist. Ihr kennt das. Doch in diesem Jahr sollte es dann endlich wieder soweit sein. Die drei Termine für die Lindenseeläufe dieser Saison waren schon früh im Jahr ganz dick im Kalender angestrichen worden. An die 10- respektive 15 km-Läufe ist zwar noch nicht zu denken, aber 5 km im Oktober, November und Januar habe ich für mich persönlich zum Pflichtprogramm erklärt.

Ganz alleine war ich auch nach dieser viel zu langen Pause wieder nicht am Start. Während Laufdebütant Thomas stolze zwei Tage vor dem Lindenseelauf von seinem Glück erfuhr mitmachen zu dürfen, war Florian noch 45 Minuten vor dem Start fast völlig in Unklaren was da auf ihn zukommt. Flo und ich wollten unter der Woche mal zusammen laufen gehen, dass hatte sich allerdings leider zerschlagen. Ich bot ihm am Vorabend des Lindenseelaufes dann an am Samstag um Punkt 14:20 Uhr für 5km auf die Piste zu gehen- und er sagte am nächsten Mittag auch zu- ohne den beigefügten Link zur Website des Lindenseelaufs geöffnet zu haben und zu wissen, dass ich ihn wenige Minuten später für seinen ersten Rüsselsheimer Volkslauf anmelden würde.

Aber auch er war am Telefon schnell überredet und kam kurz vor dem Start an der Albrecht-Dürer-Schule an. Kurz nach der abgeschlossenen Anmeldung trafen wir dann auch noch auf Christian, der die …läuft!!!-Fahne in der Vergangenheit hochgehalten hatte und auch diesmal wieder dabei war.

Wir reihten uns schließlich mit dem Start-Countdown am hinteren Ende des Feldes ein und wollten vor allem eine gute Zeit haben (Edit: Also einen angenehmen Lauf, keine Zeit im Sinne von Stoppuhr. Ihr versteht schon)– und bis ins Ziel durch kommen. Fast schon traditionell hatte ich auch diesmal wieder vergessen die Runtastic-App für die Zeitnahme zu starten und holte das hektisch während der ersten Schritte nach.

Am Rand der Piste standen mit …läuft!!!-Urgestein Kathi auch Thommys traute Dame Daniela sowie meine Eltern und nutzten das fantastische Wetter um sich noch ein wenig der Herbstsonne aufs Gesicht scheinen zu lassen.

Nach dem Startschuss ließen wir es schwätzend und feixend wie geplant recht locker angehen und kamen nach den ersten zwei Zeitmessungen jeweils auf ca. 6 Minuten pro Kilometern. Die Streckenführung im Stadtwald hatte auch in diesem Jahr einen Wendepunkt zu bieten und nachdem wir diesen bewältigt hatten hatte ich mich moralisch fast schon auf einen gemütlichen Rückweg eingestellt, als ich plötzlich das Leuchten in Thommys Augen bemerkte. Seine Miene verfinsterte sich, die Muskeln spannten sich an, die Schuhe begannen zu leuchten und ich meine ein Donnergrollen in der Ferne gehört zu haben. (Den Dragonball-Kennern da draußen sei gesagt, ich meine sogar das seine Haarfarbe sich um einige Stufen aufhellte).

Was ich eigentlich nur sagen will: Der verrückte Kerl zog nach 3,5 Kilometern auf einmal ordentlich das Tempo an, just in dem Moment als ich gerade überlegte, dass eine kurze Gehpause doch auch ganz nett wäre. Ich fluchte, schnaufte und keuchte, blieb allerdings ebenso an seinen Fersen wie Flo, der einige wenige Meter hinter uns den Anschluss hielt.

Es ging schließlich zurück aus dem Wald über die Horlache ins Feld. Der letzte Kilometer war eingeläutet. Ein Punkt, an dem ich in vergangenen Jahren verbliebene Kraftreserven in eine Temposteigerung umzumünzen versuchte. Diese waren allerdings gefühlt nach dem verfrühten Antritt bereits aufgebraucht. Aber wenigstens war ja Thomas da der mich auch die letzten Meter bis ins Ziel motivieren würde… dachte ich.

Denn auf einmal schien auch ihm die Vorstellung einer Gehpause sehr verlockend vorzukommen. Die Tempoverschärfung kam zu einem abrupten Ende. Er verlangsamte sein Tempo und mir fielen Motivation und Kinnlade gleichsam einige Stufen in Richtung Erde.

„Das kannst du doch jetzt nicht bringen“ schrie ich ihm noch in meiner Verzweiflung zu, versuchte aber dennoch das Tempo zu halten und ein paar Sekündchen rauszuholen. Von meinem einstigen Tempo ist zwar nicht mehr allzu viel übrig, etwas Ehrgeiz ist dann aber scheinbar doch noch da. 🙂

Die letzten drei Kurven vor der Zielgerade zogen sich und brannten, aber irgendwann sah ich dann doch endlich unsere klatschenden „Fans“ und schließlich das Zielbanner. Und Thomas auch. Denn der hatte sich dann doch wieder entschieden mich nicht weglaufen zu lassen.

So trennte uns beide am Ende eine ganze Sekunde und auch Flo kam nur wenige Sekündchen später ins Ziel.

Kaputt und ausgelaugt aber auch lachend und aufgeweckt das erlebte aufarbeitend standen wir schließlich in der Sonne, genossen den Ziel-Tee (wie ich den vermisst habe!!!) und klatschen uns für unsere „Leistung“ ab.

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Abschließend gab es noch (viel zu viel) Würstchen und Kuchen bevor sich unsere Wege wieder trennten und wir uns auf den Heimweg machten- zumindest ich mit dem festen Vorhaben, auch im November wieder dabei zu sein.

Simon: 28:13 Min
Thomas: 28:14 Min
Flo: 28:28 Min
Christian: 39:25 Min

Weitere Infos zur Veranstaltung sind unter http://www.lc-ruesselsheim.de/  zu finden.

Die kompletten Ergebnisse gibt es hier

Offizielle Fotos vom Lauf wird es später hier geben

2 Kommentare zu “37. Lindenseelaufserie 2018/2019 – Lauf 1 – 13.10.2018

  1. Pingback: 37. Lindenseelaufserie 2018/2019 – Lauf 3 – 19.01.2019 | KIRBYTHOUGTHS

  2. Pingback: 38. Lindenseelaufserie 2019/2020 – Lauf 1 – 12.10.2018 | KIRBYTHOUGTHS

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