Zocken… (Teil 1/3)

Heute muss ich nicht mehr lange überlegen wenn ich gefragt werde was mein liebstes Hobby ist. Genau genommen ist das auch schon so, seit ich denken kann. (Böse Zungen behaupten, dass das zeitlich dann ungefähr mit dem Release der Playstation 3 im Jahr 2007  zusammenfällt, wogegen ich hiermit lautstark protestiere!)

Ich war 5 Jahre alt. Besser gesagt, ich wurde 5 Jahre alt- mein Geburtstag! An diesem bedeutungsschwangeren SevenEleven wurde etwas in mir ausgelöst, was nun seit über 20 Jahren reift und gedeiht. Ich wurde mit einem Virus infiziert, den ich nie wieder los wurde:

Am frühen Nachmittag trudelte die Familie für Kaffee und Kuchen ein. Wie jedes Jahr wurde viel gelacht, mit dem kleinen Kirby wurde gespielt, er wurde reich beschenkt und allgemein war die Stimmung sehr heiter. Irgendwann im Laufe dieses Tages passierte dann das, was einige heute vielleicht gerne ungeschehen machten: Ich bekam ein rechteckiges Paket überreicht. Das Geschenkpapier wurde zerfetzt und unachtsam über die Schulter nach hinten geworfen, bis der Inhalt des Päckchens zum Vorschein kam:

Dicke rote Lettern stachten sofort ins Auge, umrahmt von einem ebenso roten Rand… Bild

Nintendo war darauf zu lesen. Die Kinderaugen blitzten auf, der Mund stand offen und der kleine Kirby rannte durch die Wohnung, die Wand nach oben, die Decke entlang, sprang vom Balkon UND wieder hinauf bis…

gut okay, ich erinnere mich nicht mehr genau an den Moment, aber ungefähr so wird meine Reaktion schon gewesen sein. ICH BEKAM EINEN GAMEBOY!!! Ganz alleine für mich! Wie schön ein Einzelkind zu sein!

Wie die meisten ja wissen, machte Nintendo in den 80er und 90er Jahren ein kleines russisches Spiel, mit einer klugen Verkaufsstrategie, zum bis dato bestverkauften Videospiel der Geschichte: Tetris.

Dieses lag nämlich dem Gameboy bei und wurde an besagtem 5. Geburtstag wahrscheinlich etliche Stunden und Batterien lang gespielt… Bis… ja… bis dann der Moment kam, an den ich mich wirklich noch erinnere: Einer fehlte nämlich noch. Papa musste arbeiten und kehrte erst am frühen Nachmittag (Daran sieht man das es wirklich schon lange her sein muss, wenn Briefträger gegen 14 Uhr nach Hause kamen) zurück. Sehnsüchtig wartend durfte Klein-Kirby vor die Tür und dem Papa entgegen gehen. Das tat er natürlich und Sie trafen sich vor dem Spielplatz der Nahestraße 1.

Und der Papa hatte natürlich auch ein Geschenk dabei. Eines das noch wesentlich mehr Eindruck als dieses langweilige Puzzle-Spiel machte (Das wurde in der Folge fast nur vom Papa gespielt) und der eigentliche Start für die Erfolgsgeschichte des GameBoys in meinem Leben ist:

SUPER MARIO LAND!

Ab jetzt war die Sucht nicht mehr zu stoppen und viereckige Augen (Lacht nicht, wir hatten wirklich Angst davor!) vorprogrammiert.

Aber meine Geschichte hat auch traurige Elemente. Wie z.B. das ich nie eine stationäre Spielekonsole hatte. Meine Freunde spielten Super Nintendo und Sega Mega Drive, während ich „nur“ meinen, über alles geliebten, grauen Backstein hatte.

Somit blieb mir einiges verwehrt, was ich heute nach und nach aufarbeiten muss (an dieser Stelle Sorry Kate, du siehst, meine Eltern sind Schuld, dass ich keine Zeit habe!).

Viele, viele Jahre lang blieb es dabei, der GameBoy war mein bester Freund, alleine schon weil ich von der großen weiten Welt der Videospiele sonst nicht viel mit bekam. Dann, irgendwann 1995/1996 glaube ich, war ich auf Klassenfahrt und mein alter Herr entschied, dass es nun an der Zeit war, dass die Familie ihren ersten Heimcomputer bekam. Ich kam nach Hause und der Pentium PC stand da. Er strahlte mich an wie die verbotene Frucht, denn im Prinzip war es das selbe Prinzip: Finger Weg, sonst setzt’s was! War nämlich der von Papa! Und das blieb auch eine ganze Zeit so. Zumindest bis neben den CD_Roms mit Excell und Word, Fifa 1997 und das vielleicht beste Formel-1-Spiel aller Zeiten, Grand Prix 2, im Regal ihren Platz fanden…

Fast Forward.

Konfirmation 1999! Nach Jahren des Bettelns um Zeit am Rechner, bekam ich meinen eigenen. Fragt mich nicht nach den Spezifikationen oder der Leistung. Ich weiß es nicht mehr!

Alles was ich weiß ist, das MEIN Computer kaum noch ausgeschaltet wurde (außer zum GameBoy spielen).

EDIT v. 23.10.2013:
aus aktuellem Anlass ist mir aufgefallen das ich die Pokémon komplett übergangen habe. Das kann ich jetzt auch hier unmöglich nachholen, das würde den Rahmen sprengen, denn was Pokémon für mich bedeutet (hat) ist in so einer solch straffen „History“ nicht zu beschreiben. Erwähnt werden müssen die kleine Racker aber auf jeden Fall, denn ich habe NIEMALS irgend einem Spiel so entgegen gefiebert wie 1999 der blauen Pokémon Edition!

Need for Speed III (danke Poko!!!), Natürlich GP2, etliche Fifas und und und. 3 Jahre lang, opferte ich meinem PC viel zu viel meiner Zeit, lernte jedoch auch einiges über die Hardware, auch wenn ich nie wirklich das war, was heute als „Nerd“ beschrieben wird. Er hielt mich in seinem Bann! Ich war PCler… von ganzem Herzen… Für immer!

Bis 2002.

Zocken… Teil 2/3

Zocken… Teil 3/3

Bild

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21 Kommentare zu “Zocken… (Teil 1/3)

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  8. So verschrieen Gaming auch dargestellt wird, so ist psychologisch festgestellt worden, dass
    daddeln, ein dem Alter angemessenes Game vorausgesetzt, förderlich
    für das Reaktionsvermögen des Spielenden sein kann. Beim Daddeln von Computerspielen lernt der Gamer
    in angenehmer Umgebung in erhöhter Frequenz zu Entscheiden und seine Prioritäten zu setzen. Die meisten Computerspiele vermitteln überdies noch Basiswissen über Wirtschaftlichkeit
    und fördern die Logikdes Gamers. Sogar die verschrieen MMOs können doch in einigen Fällen den an den Haaren herbeigezogenen Effekt der Abwendung von der Realität} aufhalten. Der
    Spieler kann zwar schon so manchen Freaks begegnen, doch
    findet man sehr oft just in seinem Favoriten Gleichgesinnte.

    Kurz und Knapp: daddeln ist super! Ungeachtet des Spiels und ob PC,Konsole,Handy,
    etc. , Spielen ist Kultur.

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